Einmal Märchensiedler immer Märchensiedler oder von einer, die auszog um wiederzukommen.

Um das Leben in unserer Siedlung richtig schätzen zu lernen, muss man wohl erst von hier fort ziehen und dann das Glück haben wieder zurückkehren zu können. Mir ist es jedenfalls so ergangen.

Meine Märchensiedlerschaft begann als meine Eltern in den 60er Jahren hier ein neues Zuhause für uns gründeten. Da meine Eltern, wie viele andere auch mit dem Hausbau beschäftigt waren, konnten wir Kinder, und es gab in der Siedlung zu der Zeit viele davon, so richtig die Gegend erkunden. War doch die ganze Siedlung ein einziger Abenteuerspielplatz. Wie zum Beispiel das Gebiet der Schrebergärten im Zwerkfalkenweg, als dort noch halb verfallene Bunker, Berge von Sand, Stein und Lehm das Bild beherrschten. Auch der Bau der Kanalisation war natürlich für uns Kinder ein neues großes Abendteuer. Wie aufregend war es doch die Baugruben zu erforschen und die Baufahrzeuge zu erklimmen. Dann konnte man so herrlich auf dem frischen Asphalt Rollschuhlaufen, Fußballspielen und sonst noch allerhand Unsinn anstellen.

Diese Zeit wird unvergessen bleiben und wenn ich an meine Kindheit zurück denke,
bin ich froh, dass ich sie hier verbringen konnte. Nach Auszug aus meinem Elternhaus und Gründung einer eigenen Familie, an einem anderen Ort, bin ich heute sehr froh und glücklich, dass ich wieder in die Märchensiedlung zurück kehren konnte.

Der Kontakt zu vielen meiner damaligen Spielkameraden ist über die Jahre geblieben, und das Schönste ist, dass einige von ihnen heute meine Nachbarn sind und nun unsere Kinder gemeinsam in der Siedlung spielen. Wenngleich die Zeit nicht stehen geblieben ist, wir in einer modernen Großstadt leben, so bietet die Siedlung uns doch das Gefühl in einer großen Gemeinschaft zu leben wo noch wert auf gute Nachbarschaft gelegt wird.