Ohne unseren Vorsitzenden Alfred Koch, der diesmal nicht mitfahren konnte, weil er wegen eines Leitersturzes (typischer Siedlerunfall) im Krankenhaus lag, machten sich 38 unternehmungslustige Mitglieder und 12 Gäste am Dienstag, dem 12.5.2009 um halb zehn auf den Weg in Richtung Ostsee.
Das erste Ziel war Heiligenhafen. Zur Freude aller erwies sich unser Fahrer, Herr Peter von Pein, als umsichtiger und kenntnisreicher Reiseleiter. So machte er extra einen Umweg, fuhr uns zeitweise direkt an der Ostsee entlang durch Timmendorfer Strand, Haffkrug und Scharbeutz bis wir erst am Hansapark wieder auf die Autobahn gelangten. So hatten wir nicht nur etwas von den wunderschönen gelben Rapsblüten auf den Feldern und dem jungen Grün der Getreidefelder und der Wälder, sondern konnten auch das dunkle Blau des Meeres und das etwas hellere des Himmels bei strahlendem Sonnenschein genießen.
Damit es den Mitreisenden nicht an Gesprächsstoff mangelt, hatte ich einen kleinen Brief mit Anregungen und Fragen an die ältere Generation verteilt. Fast alle Zettel kamen am Schluss der Fahrt auch ausgefüllt zurück. Vielen Dank! Wir werden bestimmt in den nächsten Vorstands Sitzungen darüber beraten.
Natürlich fehlte es auch dank der Einkäufe unserer Dagmar und der Verteilung durch Jutta Koch nicht an alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken und kleinen Süßigkeiten während der Fahrt. Und weil Herr von Pein so sanft fuhr, gab es auch kein Kleckern und Planschen. Als Dank hinter ließen wir ihm dann auch einen gut gefüllten kleinen Sparbus und einen nahezu besenreinen großen Bus. Man weiß, was sich gehört. Mit dem Essen in Heiligenhafen waren alle sehr zufrieden. Das Fischbüffet war richtig lecker und auch die Fleischesser hatten nichts zu meckern. Eine Stunde nahmen wir uns dann noch Zeit, um diese gemütliche kleine Stadt mit ihrem Fischerhafen, dem Yachthafen und dem gut erhaltenen Stadtkern zu erkunden Einige gingen auch in die anderere Richtung an den Strand, der auch nicht weit entfernt auf einer herrlichen langgestreckten Halbinsel liegt.
Über die Fehmarnsundbrücke ging es dann auf die Insel. Wegen einer Baustelle und einer Ampel mitten auf der Brücke hatten wir auch Gelegenheit, die Aussicht von ganz oben in Ruhe zu erleben. Der Blick ging wegen der klaren Wetterlage bis nach Mecklenburg! Eine Rundfahrt über Fehmarn schloß sich an. Überall in den Dörfern liefen die Vorbereitungen für „Rapsblütenfeste“ . Auch hier weiß man bei jeder Gelegenheit zu feiern. Im Hauptort der Stadt Fehmarn (die ganze Insel heißt seit kurzem so) in Burg hatten wir dann noch mal ,Auslauf zum Geschäfte-gucken und Eisessen.
In Landkirchen waren wir zum Kaffetrinken angemeldet. Ein gemütlicher 200-jähriger Gasthof, in dem man uns statt im großen Saal in den zwei Gaststuben unterbringen musste wegen einen großen Dorfbeerdigungsfeier. Da kann man nichts machen! Es war dann zwar eng aber der Kuchen war lecker und es gab reichlich Kaffee.
Die Rückfahrt verlief dann auch kurzweilig, denn ich hatte mich ein wenig mit den Märchen beschäftigt, denen unsere Straßennamen zu verdanken sind und habe dann etwas vorgelesen. Sonst erfreut uns bei unseren Fahrten ja immer Maria Koch mit ihren gesammelten Gedichten und Anekdoten, sie hatte aber leider keine Zeit mitzukommen Schade! Sicher ist sie nächstes Jahr wieder mit von der Partie.
Und weil Alfred mit seiner elektronischen Kamera nicht da bei war, müssen wir diesmal auch auf Fotos verzichten. Noch mal schade!